Unser Glaube

Unsere Gemeinde ist eine Glaubensgemeinschaft auf der Grundlage des Neuen Testaments, wir glauben an die Bibel als das inspirierte Wort Gottes.

Wir glauben an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Wir glauben an den Heiligen Geist, die Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

Die Bibel als Richtschnur

Wir halten uns an die Worte der Bibel, sie sind unsere Richtschnur für Leben und Lehre. Der Glaube, dass Jesus versucht wurde, ohne jedoch zu sündigen, hat in der Verkündigung unserer Gemeinde eine zentrale Bedeutung. Deshalb sind Jesu Leben, seine Versuchungen, Kämpfe und Siege von großem Interesse und großer Bedeutung für uns.

Wir haben kein gleichwertiges Buch neben der Bibel. Die Bibel als Richtschnur ist die einzige Grundlage unseres Glaubens. Gottesfürchtige Männer und Frauen haben im Laufe der Zeit viel Wertvolles und Lehrreiches aus ihrem Glaubensverständnis heraus niedergeschrieben. Vieles davon ist in Form von Büchern, Heften und Liedern gesammelt worden und hilft uns, Gottes Wort zu verstehen, zu glauben und zu leben. Vorschriften und Regeln für die persönliche Lebensführung leiten wir daraus jedoch nicht ab.

Vergebung und Überwinden der Sünde

Wir glauben, dass alle Menschen die Vergebung ihrer Sünden und ewiges Leben durch den Glauben an Jesu stellvertretenden Tod am Kreuz erlangen können, ohne dafür ein einziges gutes Werk vorweisen zu müssen. „Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es.“ (Eph. 2,8).

Wir glauben auch, dass die Sündenvergebung nicht das endgültige Ziel für einen Christen ist, sondern der Anfang eines neuen Lebens. Durch Bekehrung und Glauben werden wir zu einem neuen Leben wiedergeboren, wodurch neue Interessen und das Verlangen in uns geweckt werden, den Willen Gottes zu befolgen. Durch Gottes Hilfe ist es möglich, Jesu Jünger und Nachfolger zu sein, wie es in der Bibel heißt. Wir glauben, dass Jesus genauso versucht worden ist wie wir, jedoch ohne jemals zu sündigen. Vielmehr hat er in der Kraft des Heiligen Geistes in allen Prüfungen standgehalten. Auf diese Weise hat er für alle, die ihm nachfolgen wollen, einen Weg zurück zu Gott gebahnt.

Wir glauben, dass auch wir dieselbe Kraft des Heiligen Geistes bekommen, wenn wir versucht werden, etwas gegen Gottes Willen zu tun, sodass wir uns selbst verleugnen und überwinden können. Wir glauben, dass es möglich ist, auf diese Weise alle uns bewusste Sünde zu überwinden und dass wir uns ständig in geistlichem Wachstum und einer Entwicklung im Guten befinden können, wie es die Bibel sagt.

Heiligung

Wir glauben, dass der Heilige Geist uns lehrt, Jesus als seine Jünger nachzufolgen. Im Licht von Gottes Wort erkennen wir durch den Heiligen Geist immer mehr von der uns innewohnenden Sünde. Wir erkennen, dass sich unser Eigenwille gegen den Willen Gottes auflehnt. Tun wir jedoch Gottes Willen, geschieht durch den Heiligen Geist eine Reinigung von der in uns wohnenden Sünde. So wird das Leben ein andauernder Prozess von immer größerer innerer Erkenntnis und Reinigung – ein Wandel von Licht zu Licht, wie die Bibel es ausdrückt. Diese innere Verwandlung nennt die Bibel Heiligung.

Die Gemeinde - der Leib Christi

Wir glauben, dass zwischen al­len, die in Übereinstimmung mit Gottes Wort leben, eine geistliche Gemeinschaft entsteht. Dies ist die Gemeinde, die auch als Christi Leib bezeichnet wird. Solche Menschen leben „mit Christus gekreuzigt“. Das bedeutet, dass sie die bewuss­te Sünde bzw. den Eigenwillen wie Jesus überwinden. Sie gehören ihm an und sind ein Teil dieses Lei­bes – unabhängig von Zeit und Ort, Kultur und Tradition (Gal. 5,24).

Anstelle der alten Gewohnheiten und sündigen Neigungen kommt durch die Reinigung von der Sünde ein neues Leben hervor. Dieses göttliche Leben verbindet alle Glieder an Christi Leib zu einer geistlichen Gemeinschaft.

Taufe

Wir praktizieren die Taufe von Gläu­bigen, also die Erwachsenentaufe. Die Taufe ist „der Bund eines gu­ten Gewissens mit Gott“ (1. Petr. 3,21). Die Taufe entfernt nicht die innewohnende Sünde, aber durch die Taufe bezeugt man vor Gott und den Menschen, dass man ein neues Leben führen möchte. Man tritt durch die Taufe in einen Bund ein – in eine Vereinbarung mit Gott – dass man in Zukunft nicht mehr für sich selbst und nach seinem ei­genen Willen leben will, sondern für Gott.

„Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den To­ten durch die Herrlichkeit des Va­ters, auch wir in einem neuen Le­ben wandeln.“ (Röm. 6,3–4).

Ein kleines Kind hat kein „altes Le­ben“, welchem es bewusst absa­gen könnte, außerdem kann es na­türlich mit einem Gewissensbund mit Gott – als wahrem Sinngehalt der Taufe – nichts anfangen. Folg­lich werden kleine Kinder bei uns nicht getauft, sondern wir segnen sie. Das geschieht im Beisein der Gemeinde, indem wir für sie beten, wie auch Jesus die Kinder geseg­net hat. „Jesus sprach zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht; denn sol­cher ist das Reich Gottes! Und er nahm sie auf die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.“ (Mk. 10,14–16).

Abendmahl

Das heilige Abendmahl wird in den Ortsgemeinden in unregelmäßigen Zeitabständen als ein Erinnerungs­mahl gehalten. Das Abendmahl ist eine Gelegenheit zur Selbstprüfung. Wir werden dabei an das große Er­lösungswerk erinnert, das Jesus für uns vollbracht hat, und auch an das Werk, das er in uns persönlich vollbringen will.

Das Abendmahl ist ein Bekenntnis. Wir bekennen, dass wir im alltägli­chen Leben am gleichen Tod teil­haben wie Jesus: dem Tod über die Sünde, die in unserer Natur wohnt. Durch das Teilen eines Bro­tes bezeugen wir, dass wir Glieder am selben Leib sind. „Der geseg­nete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? Denn ,ein‘ Brot ist‘s: So sind wir viele ,ein‘ Leib, weil wir alle an ,einem‘ Brot teilhaben.“ (1. Kor. 10,16–17).

Geistliche Gaben

Wir glauben an die vielfältigen geistlichen Gaben, die in der Bibel genannt werden – z. B. propheti­sche Rede, Zungenrede und deren Auslegung –, und wir erstreben sie (1. Kor. 12,7–11). Aber auch ganz praktische Dinge, wie Führungs­fähigkeit, Organisationstalent oder handwerkliches Geschick, gehören dazu (1. Kor. 12,28). So kann sich jeder mit seinen Gaben und Befähi­gungen zum Segen und Nutzen für andere einbringen.