Kannst du Gott heute hören?

Kannst du Gott heute hören?

Geschrieben von: Bessie Wong | Ort: Oslo, Norwegen | Veröffentlicht: Dienstag, 3. August 2010

"Übe dich darin, Gottes Stimme in deinem Herzen zu hören!" Esther Smith, eine gottesfürchtige Frau, hinterließ diese an die Jugend gerichteten Worte. Und von jemand anderes hörte ich mal den Satz: "Gott hat dir jeden Tag etwas zu sagen".

Stell dir einen ganz normalen Tag vor; du wachst auf und frühstückst. Was kann Gott heute versuchen, dir zu sagen? Die Zeitungen kommen pünktlich, Kollegen kommen und gehen in dein Büro wie sonst auch – nichts Besonderes passiert, was darauf hin weist, dass Gott irgendwie redet.
Plötzlich kann ein Kommentar von einem Kollegen kommen, der Ärger in deinem Herzen entfacht – Ärger, weil du dich gedemütigt fühlst.

 Was versucht dir Gott gerade jetzt zu sagen? Du kannst erinnert werden: „Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade“, aus Jakobus 4,6. „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.“ Auch das steht in der Bibel, in Hebräer 4,7.

Kannst du hören, dass Gott dir sagen will, dass der Stolz in der menschlichen Natur diesen Ärger verursacht? Deshalb kannst du es einfach nicht ertragen, gedemütigt zu werden, egal ob dein Kollege recht hat oder nicht. Und hast du gehört, dass Gott sagte, dass jetzt die Gelegenheit ist, dich selbst zu demütigen und seine Gnade zu empfangen?

Gott liebt so sehr, dass er nicht nur redet, wenn wir uns in dramatischen, lebensbedrohlichen Situationen befinden. Er zeigt uns in den alltäglichen Zwischenfällen, wie wir richtig denken und handeln sollen. Und das gibt uns die Möglichkeit, uns selbst zu verstehen und zu ändern. Weil unser Ausgangspunkt immer ist: „Denn ich weiß, dass in mir (das heißt in meinem Fleisch), nichts Gutes wohnt“ (Römer 7, 18).

Die Chance sich zu ändern – was für ein gnädiger Vater, der möchte, dass wir verwandelt werden und seine göttliche Natur erlangen! Wenn wir nur gewillt sind, unsere boshafte Natur – Stolz, zum Beispiel – ans Kreuz zu bringen, genauso wie Jesus es täglich tat, während er hier auf der Erde war.

Jesus ruft uns: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir“ (Matthäus 16, 24). Und Paulus, der ihm nachfolgte, gab Zeugnis von dem Ergebnis: „Wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert“ (2. Korinther 4, 16).

Das ist eine innere Verwandlung, verborgen unter der Oberfläche von täglichen Bewegungen; dennoch ist es ein Leben, durch das Gottes Licht in den alltäglichsten Situationen hervorscheinen kann. Die Entwicklung eines solchen Lebens ist wie der Sonnenaufgang am Morgen – man kann nicht sehen, wie die Sonne jede Sekunde weiter zieht. Aber plötzlich ist sie da, strahlend in ihrer ganzen Pracht.

Dieses Leben ist für uns – voll von Zukunft und Hoffnung. Und der Startpunkt dieser Herrlichkeit ist nur eine kleine Frage:
Kannst du hören, was Gott dir heute sagen will?