„Und ich hörte eine andere Stimme vom Himmel, die sprach; Gehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Sünden, auf dass ihr nicht empfanget etwas von ihren Plagen! Denn ihre Sünden reichen bis in den Himmel, und Gott denkt an ihren Ich frage mich, wie viele Menschen, die diese Worte gelesen haben, wirklich darüber nachgedacht haben, was sie für sich bedeuten. Das Wesentliche daran ist, dass diese Stimme vom Himmel kam und an die gerichtet ist, die Jesus „sein Volk“ nannte. Wer ist „sein Volk“? Und was ist „Babylon“?
Paulus prophezeite Timotheus, das gräuliche Zeiten kommen werden, und unter einer Decke des Christentums wird das Volk „egoistisch, habgierig, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, ungeistlich, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unkeusch, wild, ungütig, Verräter, Frevler, aufgeblasen, solche, die ihre Freuden mehr lieben als Gott. Sie haben einen Schein der Frömmigkeit, aber seine Kraft verleugnen sie. Von solchen halte dich fern." (2. Timotheus 3,1- 5).
Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft mit Gott
Der Mangel an Treue – nicht seine eigenen sündigen Lüste aufgeben zu wollen, aber trotzdem Christus als Versöhner für seine Sünden haben zu wollen – wird als „Hurentum“ oder geistlichen Ehebruch gegen Paulus und Jakobus betrachtet. Johannes schreibt deutlich, dass Freundschaft mit der Welt (Fleischeslust, Augenlust und Stolz auf das, was man hat und ist) Feindschaft mit Gott ist. Was Gott Babylon die Große nennt, die Mutter der Hure und alles Gräuel dieser Welt, ist eine religiöse Organisation, die auf dem Rücken eines großen Tieres reitet – eine Welt, die unter Satans Macht liegt. Jahrhunderte hindurch hat das Tier eine Form des Christentums unterstützt, welches die Menschen nie zu einem Leben im Sieg geleitet hat. Sondern es hat sie an menschliche Doktrinen und religiöse Autoritäten mit einem Schein der Gottesfurcht gebunden, die die Kraft verleugnen, die man bekommt, wenn man ein gekreuzigtes Leben lebt.
Sehen wir nicht immer deutlicher, dass dieses falsche Christentum dem Weg des Tieres folgt, anstelle Gott zu lieben und seine Gesetze zu halten? Dass es das unmoralische Lebensverhalten des Tieres toleriert anstelle dagegen zu arbeiten? Wir wissen, dass nicht alle, die Jesus „Herr“ nennen, dem Himmelreich angehören, aber die den Willen des Vaters tun und sich von der Gesetzlosigkeit abwenden (Matthäus 7, 21-23). Die, die ihr Fleisch samt Lüsten und Begierden kreuzigen, gehören Christus an (Galater 5, 24). Sie hassen die Sünde und sehnen sich nach einem Leben in Sieg, wo sie Gott auf jede Weise zum Wohlgefallen leben können.
Solche Menschen haben keinen Frieden in einem „Hurensystem“. In diesen letzten Tagen öffnet Gott die Augen der Menschen so, dass sie das Verderben in Babylon und dem Tier sehen. Einige versuchen mit guten Absichten ihren Zweig des Christentums zu reformieren, und Gott anstelle der Menschen zu gehorchen und seinem Wort zu folgen, so wie die alten Reformatoren es taten. Sie erleben das Gleiche vom Hurengeist wie Gottes Volk in früheren Generationen. Sie wurden zum Schweigen gebracht oder ausgeschlossen. Die Hure ist unheilbar.
Das Wort vom Himmel ist ”Gehet aus von ihr, mein Volk.“ Aber wohin sollen sie gehen?
Aber wohin sollen sie gehen? „So lasset uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach tragen!“ (Hebräer 13,13). Was geschah mit Jesus, dort „außerhalb des Lagers“, fern von allen menschlichen Erwartungen? Er wurde gekreuzigt. Außerhalb des Lagers sind die, die daran glauben mit Jesus gekreuzigt zu sein. Sie sind nicht damit zufrieden, dass Christus für sie gekreuzigt wurde, so dass ihre Sünden durch seinen Tod vergeben werden können, sondern sie haben ein Verlangen danach, über die Sünde zu siegen und mit ihm zu regieren – jetzt und in alle Ewigkeit. Anstelle an einer Form von „Christentum“ festzuhalten ohne die sündigen Lüste aufzugeben, haben sie das Fleisch samt Lüste und Begierde gekreuzigt.
„und er ist darum für alle gestorben, auf dass die, so da leben, hinfort nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist.“ (2. Korinther 5, 15). Obwohl er für die Sünden der ganzen Welt gestorben ist, sind die, die sich in Wahrheit bekehren, tief dankbar für Gottes Gnade. Sie bedauern ihre eigenen Fehler und bekommen nicht ihre Nahrung aus einer Botschaft, die nicht mehr zu geben hat als Sündenvergebung. Die Hure verkündigt schlimmstenfalls sogar Vergebung ohne Bekehrung, und lässt zu, dass das Volk in Sünde weiterlebt mit der falschen Hoffnung in den Himmel zu kommen.
Ihr Verlangen ist über die Sünde zu siegen und mit ihm in Ewigkeit zu regieren.
”der sich selbst für uns gegeben hat, auf dass er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, dass fleißig wäre zu guten Werken.” (Titus 2, 14)
Gott selbst sammelt alle, die ein gekreuzigtes Leben führen, zu einem Leib. Diese sind treu Jesus gegenüber, ihrem himmlischen Bräutigam, und werden seine Braut, sein kostbares Eigentum, wofür er sein Leben gegeben hat. (Offenbarung 19, 7 und 21, 1-27).