Hast du darüber nachgedacht, dass Jesus - unser großer Erlöser und Versöhner - auch unser Vorläufer ist? Kann das wahr sein? Er lief voraus. Können wir ihm nachlaufen?
Wir können darüber in Hebräer 6, 17-20 lesen. Der Verfasser des Briefes beschreibt, wie Jesus, der für uns voraus lief, in das Heiligtum hinein ging und dort den Anker der Hoffnung sicher befestigte. Dieses Beispiel aus dem Alten Testament verwendet er, um dies näher zu erläutern. Im Tempel gab es einen Vorhang zum Heiligtum, den nur der Hohepriester einmal im Jahr durchquerte, um zu opfern. All dies war nur ein Abbild des Werkes, das Jesus vollbrachte!
Ein neuer und lebendiger Weg
In Hebräer 10, 20 lesen wir: „Den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes.“ Für Jesus war also der Vorhang, der den Weg zum Heiligtum versperrte, sein Fleisch, oder seine menschliche Natur. Sein Ziel war ja, ins Heiligtum zu kommen, da, wo er eine ewige Erlösung für die Menschheit finden sollte.
Geprüft in allem
Nachdem er in seinem Leben in allem versucht wurde, ohne dass er irgendwie in Sünde viel, rief er am Kreuz auf Golgatha aus: „Es ist vollbracht!“ Da zerrisse der Vorhang. Da war der neue Weg eröffnet, der auch uns offen steht! Deshalb steht in Hebräer 10, 19: „Weil wir denn neuen, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum“. Wir können mit Freimütigkeit und Glauben Jesus auf dem neuen und lebendigen Weg nachfolgen, weil er und den Heiligen Geist geschickt hat, denselben Geist, der auch ihm die Kraft gab, die er brauchte.
Sein Weg – unser Weg. Sein Leben – unser Leben
Jetzt kann Jesu Leben offenbart werden. So wie er versucht wurde, werden auch wir versucht. Aber so wie er seinen eigenen Willen in Kraft des ewigen Geistes opferte (Hebr. 9,14), können auch wir unseren Willen aufgeben! Du fragst vielleicht: Meinen eigenen Willen, soll der auch geopfert werden? Welche guten Dinge hat er dir eingebracht? Sei ehrlich! Brachte er nicht oft Neid, unreine Gedanken, Lust zu eitler Ehre, Misstrauen, ja vielleicht Hass und Streit? Wie wird es da, wo sich der Anker der Hoffnung festgesetzt hat? Dort findet man die Früchte, die Früchte des Geistes genannt werden: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit. Galater 5,22. Ist Jesu Weg es nicht wert, darauf nachzufolgen?