Millionen von Menschen kennen Jesus als ihren Erlöser. Sie denken an ihn als den, der ihnen ihre Sünden vergeben hat. Das ist ja wahr – er hat uns vergeben. Aber er kann in viel tieferem Grad unser Erlöser werden, was mehr bedeutet als Sündenvergebung.
Im alten Bund war es auch möglich, Sündenvergebung zu bekommen. Am großen Tag der Versöhnung wurden sie von allen ihren Sünden gereinigt. (3. Mose 16, 3). Aber sie hatten selbstverständlich immer Bedarf für Vergebung, Jahr für Jahr. Um Vergebung zu bekommen, musste das Volk Israel Blut von Ochsen und Lämmern und Böcken als Sündopfer opfern.
Mehr als Vergebung
Jesus kam, um uns viel mehr als Vergebung anzubieten – er kam, um uns ganz zu verwandeln. Er kam, um uns von unserer Sünde zu erlösen. Das bedeutet, dass wir nicht Jahr für Jahr weiter sündigen müssen.
Jesus als Vorläufer
Jesus kam zu uns herab, mit demselben Fleisch (Menschennatur) wie die Kinder. (Hebr. 2, 14-16) Er erlebte die gleichen Versuchungen, die wir erleben, ohne ein einziges Mal zu sündigen! (Hebr. 4, 15) Wie schaffte er das? Aufgrund seines Gehorsams konnte Gott die Sünde in seinem Fleisch verdammen während er lebte, also vor seinem physischen Tod auf Golgata. Er starb freiwillig, lange bevor er am Holzkreuz gekreuzigt wurde (Röm. 8,3).
Jesus wurde durch diese täglichen Leiden vollendet. (Hebr. 2, 10). Er erduldete sie, damit er viele von uns zur gleichen Herrlichkeit führen konnte. Er ist unsere Hoffnung und er wurde vollkommen erlöst, von aller Sünde in seinem Fleisch, die er durch den Sündenfall erbte. Wenn wir in seiner Fußspur folgen und den Geist sein Werk tun lassen, kann die Sünde auch in unserem Fleisch in den Tod gebracht werden, und wir können fertig mit der Sünde werden (1. Petr. 4,1).
Wir können aufhören zu sündigen, wenn wir Jesus als unseren Erlöser annehmen. Das bedeutet also, dass es möglich ist, nicht mehr zornig zu werden, nicht mehr Anstoß zu nehmen und nicht mehr neidisch zu sein. Wir brauchen nicht länger von unserer „Augenlust“ gebunden zu sein (1. Joh. 2, 16). Dann können wir Jesu Bild gleichgestaltet werden (Röm. 8, 29). Er war der Erstgeborene unter vielen Brüdern. Was für ein Erlöser!