Eine Reise durchs gelobte Land

Eine Reise durchs gelobte Land

Geschrieben von: Caroline Smith | Veröffentlicht: Dienstag, 11. Oktober 2011

Die Koffer sind gepackt, der Pass liegt bereit. Die Uhr zeigt drei Uhr nachts und wir sind auf dem Weg zum Flughafen in Gardermoen. Ziel: Das gelobte Land – Israel!

Nach fast zwei Jahren des Sparens und Arbeitens erfüllten sich 120 Jungen und Mädchen der Jugendgruppe Horten endlich ihren Traum, eine Reise nach Israel.

Die Bustour in den nördlichen Teil Israels brachte mich zum nachdenken. Ich schaue aus dem Busfenster. Das, was ich sehe, ist eine trockene und langweilige Landschaft, die nicht mehr an das erinnert, was die Bibel als „Das gelobte Land“, ein Land, wo Milch und Honig fließt (2. Mose 3, 8) bezeichnet. Es finden sich wohl keine anderen Orte auf der Welt, wo die Spur von wichtigen, historisch bedeutungsvollen Orten so nah beieinander liegt. Ich blicke über die Landschaft und denke daran, wie dieses Gebiet welches Gott Abraham gab wohl war, und immer noch ist, ein Zentrum für die Aufmerksamkeit der ganzen Welt.

10 erlebnisreiche Tage

Insgesamt drei Busse, jeder mit seinem Guide, fahren uns kreuz und quer durch Israel. Auf dieser erlebnisreichen Rundreise konnten wir sehen, erleben und alles hören über die Harmageddonschlacht und Nazareth, fuhren im Boot über den See Genezareth und wohnten wie Abraham in der Wüste. Wir schwammen im Toten Meer, und nicht zuletzt erlebten wir alles, was Jerusalem an historischen Ereignissen zu bieten hat, was wirklich Eindruck machte.

 

Eine Sache ist, die verschieden Orte zu besuchen. Aber das, in Israel umherzufahren und daran erinnert zu werden, wie Jesus war und wie er es in den täglichen Situationen nahm, machte, dass ich ein großes Verlangen spürte, die gleiche Liebe zu den Menschen um mich herum zu haben, wie Jesus sie hatte. Die Nähe zu erleben, wie der Mensch Jesus lebte, das gab mir auch eine große Dankbarkeit dafür, wie Gott es für mich gemacht hat.

Es gibt keinen Zweifel darüber, dass Bande mit Bedeutung für die Ewigkeit unter den Jugendlichen in diesen 10 Tagen geknüpft wurde. Das bedeutendste und lebendigste Erlebnis, das wir zusammen hatten, war, als wir auf dem Ölberg standen – mit Aussicht auf Jerusalem, Zion und dem Garten Gethsemane und ein gewaltiges Lied aus unserem Gesangbuch sangen; „Wege des Herrn“
Nr. 356:


Meinen Kampf ich im Glauben streiten will.
Mein Kreuz trage ich treu und still.
Mein Jesus, in deiner Fußspur geh ich hier,
Deine Augen wachen über mir.

Würdig bist du, Jesus, das Siegel öffnest du!
Durch dein Blut du kauftest uns los von Volk und Land,
und erhobest uns zum Priesterstand.

Ich denke, als wir dieses Lied sangen, blieb kein einziges Auge trocken. Denke, welches Leben Jesus lebte und was für ein Vorbild er ist. Als Jugendlicher und Erwachsener wanderte er durch Israel und wurde versucht, wie du und ich – doch er hat nie gesündigt. Schon im Alter von 33 Jahren war er ganz vollkommen.

Dankbar

Als wir dort standen, spürte ich, dass ich in einer großen Dankesschuld Gott gegenüber stehe, dafür, dass er seinen hochgeliebten Sohn auf die Erde sandte. Und zu Jesus, der den Lauf (den Kampf gegen das Böse in seiner eigenen Natur) vollführte. Was würden wir ohne Jesus, unseren Erlöser und Vorläufer tun? Er weiß, wie es uns geht, und er will uns mehr als gerne helfen.

Ich merkte, wie ich begann mich auf zu Hause zu freuen. Ich freute mich ein aufgerichtetes und siegreiches Leben zu leben, meinem Alltag – so dass ich eine bessere Ehefrau für meinen Mann werden kann, eine bessere Mutter für meine zwei Kinder, eine bessere Freundin, eine bessere Kollegin und eine bessere Nachbarin. – Ja, ich freute mich, zielgerichtet für ein Leben zu arbeiten, für das sich Jesus, an dem Tag, an dem wir uns begegnen werden, nicht zu schämen braucht!