Glauben - wage ich es, mich hineinzuwerfen?

Glauben - wage ich es, mich hineinzuwerfen?

Geschrieben von: Karen-Birgitte Larsen | Veröffentlicht: Mittwoch, 11. Mai 2011

Es war interessanterweise auf der Skipiste, als ich einsah, warum es für mich so schwer ist zu glauben.

Meine Beine hoben vom Hügel ab und der Skilift bewegte sich hinauf in die weite Berglandschaft. Ist es wirklich dieser schneebedeckte Berg, den ich in ein paar Minuten in schneller Fahrt hinunter rasen werde?

Ich blicke auf meine Ski, die jetzt viele Meter über dem Abhang hängen. Das hier ist etwas, was ich immer vermeiden wollte. Ich hab immer dafür gesorgt, dass ich eine Ausrede parat hatte um nicht mit meinen Freunden Abfahrtsski fahren zu müssen.

Der Hang ist viel zu steil. Ich schaffe das bestimmt nicht, ich bin nicht gut genug …

Auf der Spitze des Berges drehe ich mich zu meinen Freunden um, die sich schon bereit machen, den steilsten Hang hinunter zu fahren. „ Na los jetzt“, sagen sie, als sie merken, dass ich etwas zögere. Ich habe Lust meine Meinung zu ändern. „Dieser Hang ist viel zu steil. Ich schaffe dss bestimmt nicht, ich bin nicht gut genug“, sage ich, und merke dass meine Beine anfingen zu zittern.

Genauso machtlos stand ich in meinem Leben und fragte mich: Warum bekomme ich so wenig heraus aus dem, was in der Bibel steht? Warum geschieht so wenig Entwicklung in meinem Leben, obwohl ich doch ein Christ bin?

Hebr. 4, 2. „Denn es ist auch uns verkündigt wie jenen. Aber das Wort der Predigt half jenen nichts, weil sie nicht glaubten, als sie es hörten.“

Ist die frohe Botschaft auch etwas für mich? Ich weiß ja nicht, ob ich es schaffe nach Gottes Wort zu leben, so wie ich es bei anderen erlebe.

Für mich scheint es ganz unmöglich nicht selbst die Kontrolle zu haben, ich, die meine eigenen Pläne und Gedanken für alles habe. Meine Zukunft zum Beispiel, darüber will ich gerne die Kontrolle haben, über meine Ausbildung, die Arbeit, Wirtschaft, Ehe und Familie. Wie kann ich mir sicher sein, dass Gott existiert und dass er mir das gibt, was ich brauche, wenn ich seinen Willen tue?


„Es geht nicht darum was du kannst oder nicht kannst, Karen. Es geht darum, mutig zu sein und den Abhang hinunter zu fahren, obwohl man nicht genau weiß, was passieren kann“, sagen meine Freunde, die schon bereit sind, den Berg in voller Fahrt hinunter zu fahren.
 

Was sagt die Bibel darüber, zu glauben? Prüfe Gott, ob er nicht die Himmelsschleusen öffnen wird!

Typisch ich, dass ich hier wieder alleine stehe! Wie lange soll ich jetzt hier stehen und den Glauben der anderen betrachten?

Was sagt die Bibel darüber, zu glauben? Prüfe Gott, ob er nicht die Himmelsschleusen öffnen wird! „Selig sind, die nicht sehen und trotzdem glauben.“ Joh. 20, 29. „Alles ist möglich, dem der da glaubt.“ Mark 9, 23.

Glaube erfordert mein Handeln. Ich muss wählen zu glauben, und mich in ein ganzherziges Leben werfen, um Gottes Willen zu tun und darauf vertrauen, dass Gott sich um mich kümmern wird, wenn ich das tue. Das kostet mich die Kontrolle, die ich gerne über mein Leben hätte, aber habe ich es ausprobiert?

Meine Freunde haben recht. Wie kann ich sagen, ich kann nicht Ski laufen, wenn ich es noch nicht einmal probiert habe? Ich ziehe meine Mütze zurecht, fasse die Stöcke und gebe Schwung. Mein Herz klopft bis zum Hals auf dem Weg den Berg hinunter. Ich weiß nicht, was mir begegnet, aber das kann mir egal sein – ich werde den Berg runterfahren. Ich werde an Gottes Wort glauben und es tun!

Der Spaß beginnt im Ernst. Im Glauben überlasse ich alles Gott um seinen Willen zu tun. Im Glauben überlasse ich meine Zukunftspläne und Sorgen ihm, der Fürsorge für mich hat. Das gibt mir eine himmlische Ruhe, Freude und Frieden.

„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang.“ Psalm 23,6

Wenn ich gewusst hätte wie viel Spaß es macht Ski zu fahren, dann hätte ich es schon viel früher gemacht!