Schon als 18-Jähriger merkte man an Sigurd, dass seine Heimat im Himmel bei Gott war. Sein Leben strahlte voll himmlischen Glücks und Freude.
Am 28. Dezember 2010 waren einige Jugendliche aus Argentinien zum Baden an einem See in der Nähe der Stadt San Carlos de Bariloche an der chilenischen Grenze. Einer von ihnen war der 18- jährige Junge Ian Sigurd Carballo. Am Nachmittag kam unerwartet ein sehr starker Wind und große Wellen auf.
Die Badenden konnten sich mit Not und aus letzter Kraft an den Strand retten. Leider war Sigurd nicht bei ihnen. Das Wetter und der Wind trugen ihn mit in seine Heimat – zum Himmel.
Gottes Leitung
Ian Sigurd war der Sohn von Noemi und Ruben Carballos aus Buenos Aires. In dieser riesigen Stadt war die Familie Carballo lange die einzige Familie, die zur Brunstad Chrisian Church gehörte. 1992 waren zwei norwegische Missionare der Brunstad Christian Church auf der Durchreise in Buenos Aires. Noemi und Ruben kamen sofort zum Flughafen, um einige Stunden zusammen mit ihnen zu verbringen. Aber genau der Flug, den die norwegischen Missionare nehmen sollten, wurde auf Grund technischer Fehler auf den nächsten Tag verschoben. So konnte – durch Gottes Leitung – die erste Konferenz in Buenos Aires in einem Hotelzimmer stattfinden, Zu der Zeit war Noemi mit Ian Sigurd schwanger.
Eine bedeutungsvolle Zeit auf Paso Flores
In seiner Kind- und Jugendzeit reisten Ian Sigurd und seine Familie oft von Buenos Aires zur Konferenz der Brunstad Christian Church. Diese wurde in Paso Flores, in der Nähe der Stadt San Carlos de Bariloche an der chilenischen Grenze, abgehalten. In dieser Zeit veränderte sich Ian Sigurd deutlich und wuchs in allem Guten. Er wurde ein froher und glücklicher Junge. Einer, der gerne etwas Gutes für andere tat, besonders für die Kinder. Einer, der sein Leben gab, damit andere es gut haben konnten.
Die Zeit auf Paso Flores wurde die wichtigste – und auch die letzte – im Leben von Ian Sigurd. Auf der ersten Konferenz in Buenos Aires im Jahr 1992, wurde ein Vers aus 2. Kor. 4, 18 gelesen:
„Wir haben nicht das Sichtbare vor Augen, aber das Unsichtbare. Das Sichtbare vergeht, das Unsichtbare aber bleibt ewig."
Ian Sigurd verstand dies in seinem wenn auch kurzem Leben. Er trachtete nach dem Unsichtbaren und Ewigen, - und fand es.
Ein Leben, das Eindruck machte
Auf der Konferenz in Paso Flores im Februar 2011 wurde ein Gedenkfest abgehalten. Es kamen viele Freunde aus ganz Südamerika.
„Wir Eltern haben unser Kind Ian von Gott bekommen. Kinder gehören dem Himmel an. Ian Sigurd bekam die Erlaubnis, nach Hause zu gehen. Sverre Riksfjord sprach diese Worte um die Eltern und Geschwister am Grab zu trösten. Er hielt Ian Sigurd als Baby im Arm und segnete ihn.
Es war ein Leben, das Eindruck gemacht hat. Viele von denen, die auf dem Fest waren, brachten zum Ausdruck, dass auch sie das Unsichtbare suchen wollen und das Gute tun wollen, so wie Ian Sigurd. Die, die in den Gelegenheiten, die täglich kommen, erwählen das Böse mit Gutem zu vergelten, bekommen eine ewige Heimat, so wie Ian Sigurd – den Himmel.