'Habe das Wohl der anderen vor Augen'

"Habe das Wohl der anderen vor Augen"

Geschrieben von: Melwyn Cabral | Ort: Alwaye, Indien | Veröffentlicht: Montag, 19. Dezember 2011

In einer Welt, in der der Trend für junge Menschen ist, für sich selbst zu leben, lautete die Ermahnung auf der Jugendkonferenz in Indien, aus diesem egoistischen Lebensstil herauszukommen und anderen zu dienen.

Am letzten Oktoberwochenende wird in Südindien das Lichterfest – Diwali – gefeiert. Gleichzeitig sammelten sich ca. 100 Jugendliche zur Jugendkonferenz, um das Licht zu erleben, das von Gottes Wort für diejenigen scheint, die daran glauben.

Das grundlegende Thema auf der Konferenz lautete: „Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter. Darum bittet den HERRN der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende.“ (Matth. 9, 37 - 38)

Warum soll ich mit sein und dienen und arbeiten? Wie kann ich anderen dienen? Vielleicht soll ich warten, bis ich etwas älter bin? Ist es wirklich notwendig, dass ich dabei bin und anderen diene?“

Die Konferenz half den Jugendlichen, mit Antworten auf viele solcher Fragen. Wenn man ein Arbeiter wird und Verantwortung übernimmt, wird man mit Gottesfurcht und einem Ernst gefüllt, damit man nicht in Sünde fällt. Wenn man die anderen höher setzt als sich selbst, wird es natürlich, die anderen segnen zu wollen.

Alter, Herkunft usw. sind keine Hindernisse, anderen dienen zu können. Die einzige Forderung ist, demütig und ganzherzig für Gott zu sein, sodass man das Wort ausstreuen kann. Zu Hause, in der Schule oder auf dem Arbeitsplatz können sich Gelegenheiten dafür ergeben. Alle Arbeit in Gottes Reich wird von Menschen ausgeführt, die sich selbst als Arbeiter hingeben und Gott gebraucht sie, um seinen Willen auszuführen. Diese Menschen haben Gemeinschaft mit Gott und untereinander. Es ist eine enorme Erfüllung, in Gottes Arbeit dabei zu sein – ein reicher geistlicher Segen.

Die Ameise – ein unermüdlicher Arbeiter für die Gemeinschaft

Ein Artikel von Bruder Richard Savage wurde auf der Konferenz vorgelesen. Er hebt die Ameise hervor, ein kluges Geschöpf, das in Salomos Sprüchen für seine unermüdliche und hart arbeitende Natur bewundert wird. Lies im Folgenden einen Ausschnitt aus diesem Artikel.

Diene willig

Paulus schreibt: „Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit, schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern.“ Philipper 2,12. Die Ameise braucht keinen Aufseher um aktiv zu bleiben. Ihr einziger Wunsch ist zu arbeiten und anderen zu dienen, ganz unabhängig vom Bedarf des Ameisenstammes. Es ist eine Schande, wenn heute die Jugendlichen erst aufgefordert werden müssen, dass notwendige Aufgaben erledigt werden müssen oder wenn sie faul oder unwillig sind und selbst zu einfachen Aufgaben überredet werden müssen. Zu Hause gibt es viele Bedürfnisse, wo man dienen, helfen, aufräumen oder jemanden überraschen kann.

Lasst uns wachsam für die Möglichkeiten sein, damit wir Faulheit, Klagen, den Eigenwillen, die Lust zu verdienen und so weiter überwinden. Anstelle dessen können wir an ewigen Schätzen wie Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Tatkraft und Eifer teilbekommen.

http://www.animalsinthebible.org/the-ant-a-tireless-worker-for (Englisch)

Während der Konferenz gab es viele Aktivitäten wie Fußball, einen Ausflug zum Grillen an den Strand und verschiedene Wettbewerbe. Im Folgenden kannst du einige Statements von Jugendlichen zur Konferenz lesen.

Royston (24), Mumbai

"Es waren Jugendliche aus der ganzen Welt mit unterschiedlichen Kulturen versammelt, aber sie waren in einem Geist. Es war fantastisch, diese Gemeinschaft zu erleben."

 

Lydia (27), Alwaye

"Ich will ein Arbeiter werden wie die Ameise und keine Ehre für den Dienst suchen, den ich tue. Ich will ein Arbeiter sein an dem Ort, wo Gott mich gesetzt hat und alles ganzherzig für Gott tun."
 

 

Asha (19), Alwaye

"Ich habe eingesehen, wie egoistisch ich gewesen bin, was das betrifft, für andere zu beten. Ich habe mich dazu bestimmt, mehr an die anderen zu denken und darüber nachzusinnen, auf welche Weise ich sie segnen kann, anstatt alle meine Gedanken und Gebete nur auf mich selbst zu konzentrieren."

 

Namita (17), Dubai

"Ich hatte es richtig gut auf meiner ersten Konferenz in Indien! Es war so schön, meine Freunde zu treffen und etwas Zeit mit ihnen zu verbringen und es war sehr interessant, das Land, in dem ich geboren wurde, zu sehen, nachdem ich so viel davon gehört hatte."