Die Geschichte der Gemeinde zeigt, dass Gott segnet, wenn treue Menschen daran arbeiten, Liebe, Gerechtigkeit und Wahrheit zuerst in ihrem eigenen Leben hervorzubringen und danach auch unter ihren Mitmenschen.
Wie alles Anfing
Johann Oscar Smith wurde 1871 geboren und wird als der Gründer von DCG betrachtet. Er bekehrte sich als 26-jähriger zu Gott. Während seiner Tätigkeit in der norwegischen Marine in Horten traf er 1904 auf Theodor Ellefsen. Ellefsen nahm bald die Wahrheiten an, die Smith verkündigte und bekam Glauben, dass es möglich sei, ein christliches Leben im Sieg über alle bewusste Sünde zu leben. Nachdem Aksel Smith, Johans Bruder sich 1905 zu ihnen gesellte entstand eine intensive Gemeinschaft, die nach und nach Formen annahm. Bis 1910 wuchs eine Geschwisterschar mit 50-60 Personen heran, die in Ost- und Südnorwegen verbreitet war. Sie versammelten sich und begannen ihre eigenen Stunden. 1908 traf Johan O. Smith den jungen Kriegsschulkadetten Elias Aslaksen, der bald einer seiner engsten Mitarbeiter wurde. Aslaksen wurde nach Johan O. Smith Leiter der Gemeinde, bis zu seinem Tod 1976.
Vom Süden bis zum Norden
Die Wirksamkeit der Gemeinde startete in Horten, das zu dieser Zeit der Hauptstützpunkt der Marine war. Viele von Johan O. Smiths ersten Glaubensgenossen waren daher Mitglieder der Marine. Während des ersten Weltkrieges segelten viele Marineeinheiten entlang der norwegischen Küste um Norwegens Neutralität aufrecht zu erhalten. Dadurch bekamen die gläubigen Marineoffiziere Gelegenheit, mit Leuten über ihren Glauben zu sprechen, sobald sie an Land kamen. Auf diese Weise fasste Smiths Lehre in Orten wie Brevik, Kristiansand, Stavanger, Stord, Bergen, Måløy und Molde Fuß. In den 1930er Jahren entstanden viele kleine und große Erweckungen an den Orten, wo Elihu Pedersen, Aksel J. Smith und weitere junge Brüder evangelisierten. Zu dieser Zeit entstanden unter anderem Gemeinden in Hallingdal und Valdres. Heutzutage gibt es ungefähr 20 Gemeinden in ganz Norwegen.
Hinaus in die große weite Welt
Schon in den 1930er Jahren entstand die Gemeinde in Dänemark und Schweden.
Als während des Zweiten Weltkrieges deutsche Besatzungssoldaten mit der Gemeinde in Berührung kamen, bedeutete dies den Beginn einer internationalen Ausbreitung. Als Folge der im Krieg geknüpften Kontakte sprang der Funke Mitte der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts auch auf Deutschland über; bald darauf auch auf die umliegenden deutschsprachigen Länder. In Deutschland bestehen heute 14 Gemeinden, in der Schweiz sind es 2 und in Österreich 4.
Seit den 1950er Jahren verbreitete sich die Botschaft in die meisten europäischen Ländern. Seit Mitte der 1960er Jahren wächst die Gemeinde in Kanada und den USA, wo heute zwei große Konferenzcenter stehen. In vielen Staaten setzt die Arbeit mit dem Evangelium fort.
Nach Südamerika kam die Gemeinde in den 1970er Jahren. Nun ist sie in Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay, Peru, Mexico und Aruba zu finden.
In Australien entstanden seit 1970 drei Gemeinden und seit den letzten Jahren wächst eine weitere Gemeinde in Neuseeland heran.
In Indien befindet sich seit den 1970 er Jahren eine Gemeinde und in den frühen 1980er Jahren kam die Gemeinde nach Singapur und Hong Kong. Zusätzlich gibt es heute Gemeinden in Sri Lanka, Indonesien und Dubai.
Auf dem afrikanischen Kontinent ist seit Anfang der 80er Jahre viel geschehen und heutzutage befinden sich unter anderem in Südafrika, Ägypten, Kenia, Kamerun, Uganda, Zimbabwe, Äthiopien und Eritrea Ortsgemeinden.
Schon in den 70er Jahren hat die Gemeinde gute Kontakte mit der Untergrundkirche in vielen Osteuropäischen Ländern geknüpft, doch die Umstände erschwerten die Missionsreisen. Nach dem Fall des Kommunismus ist die Missionsarbeit in Osteuropa richtig angelaufen und die Gemeinde hat jetzt feste Lokale in vielen Ländern. Heutzutage agiert die Gemeinde in über 65 Ländern auf allen Kontinenten.
Die Gemeinde – Christi Leib
„Ich habe nicht zu mir gesammelt, sondern zu Christus als dem Haupt der Gemeinde." Das sagte Johan O. Smith an seinem 70. Geburtstag. Dieser Satz ist typisch für die Gemeinde. Smith verstand sehr früh, dass die Zugehörigkeit zu religiösen Parteien keine Bedeutung für die Erlösung hat. Mit der Bibel als Grundlage verkündigte er deshalb, dass die Gemeinde Christi Leib ist, in dem alle Glieder selbst Kontakt zum Haupt (Jesus Christus) haben müssen, um erlöst zu werden. Wenn jeder Einzelne Kontakt zum Haupt hat, hat man auch untereinander Gemeinschaft. Unsere Leiter waren durch alle Jahre hindurch darauf bedacht, nicht um sich selbst zu sammeln. Gott selbst hat der Gemeinde Wachstum und Fortschritt gegeben.
Die Gemeinde heutzutage
Auch heute befindet sich die Gemeinde im Wachstum. An vielen Orten gibt es große, eifrige Jugendscharen. Es wird an vielfältigen Aktivitäten gearbeitet, damit sich alle Altersgruppen auf ihre Weise entfalten können, in gesunder und geborgener Umgebung. Deshalb werden die Gemeindesäle oft mit integriertem Aktivitätscentern gebaut, die dem variierenden Gemeindeleben genug Raum geben.
Das internationale Konferenzzentrum ist Brunstad in Stokke bei Tønsberg, Norwegen, wo seit über 50 Jahren Konferenzen arrangiert werden. Mehrmals im Jahr kommen bis zu 8000 Geschwister aus ungefähr 30 Ländern hierher. Weitere Geschwister folgen von überall aus bei den Versammlungen mit, die über Satellit ausgestrahlt werden. Auch heute noch wird von Brunstad aus dieselbe Botschaft verkündigt, die Johan O. Smith vor über 100 Jahren predigte: die Botschaft vom vollkommenen Sieg über alle bewusste Sünde.