Ehrenamt: Einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten, macht Freude!

23.05.2014

In Deutschland ist rund jeder Vierte ab 14 Jahren ehrenamtlich tätig, wie eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung ergab. Gemeinnützige Vereine stehen dabei an erster Stelle, gefolgt von kirchlichen Einrichtungen und Hilfsorganisationen. Ein Amt, das Stärkung verdient, wie der Gesetzgeber fand. 2013 wurde das „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts“ verabschiedet.

Infokasten Ehrenamt

Das Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes schafft Rechtssicherheit, baut Bürokratie ab und flexibilisiert die Finanzplanung gemeinnütziger Organisationen.

• Die steuerfreien Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen werden auf 2.400 € beziehungsweise 720 € angehoben.

• Die sogenannte vorläufige Bescheinigung wird durch einen Feststellungsbescheid zur Satzung abgelöst.

• Die Mittelverwendung wird in zeitlicher und tatsächlicher Hinsicht flexibilisiert.

• Die Haftung für ehrenamtlich Tätige wird im Bereich der Spendenhaftung so entschärft, dass künftig nur vorsätzlich oder grob fahrlässig zweckwidrige Verwendung von Spendengeldern sanktioniert werden soll.

Quelle und weitere Informationen:
www.bundesfinanzministerium.de

Zu Recht wird dieses Engagement unterstützt, ist es doch eine wichtige Basis in beinahe allen Bereichen unserer Gesellschaft. Drei Mitglieder von DCG haben sich dazu geäußert.

Seit 2005 ist Peter Hahne auch beim Verwaltungsgericht Hannover als ehrenamtlicher Richter tätig

„Persönlich meine ich, das Ehrenamt ist eine große Stütze in unserer Gesellschaft. Ob es in der Jugendarbeit, in der ehrenamtlichen Seniorenbetreuung oder in den Vereinen und – ganz wichtig – in der freiwilligen Feuerwehr ist“, sagt Peter Hahne von DCG Exter. Er ist seit 2000 Mitglied der CDU im Ortsverband Meyenfeld und seit 2001 Mitglied im Fraktionsvorstand des Stadtverbands. „Diese ganzen ehrenamtlichen Tätigkeiten werden von unserer Gesellschaft als selbstverständlich hingenommen. Allerdings wäre der Staat meiner Ansicht nach nicht in der Lage, diese Leistungen mit Geld zu bezahlen.“

Syver Berge fing mit 18 bei der örtlichen Feuerwehr an. Vierzehntägig gibt es Übungen, zu Einsätzen kommt es glücklicherweise nur rund fünfmal im Jahr

Auch Syver Berge von DCG Linnenbach betont: „Die Feuerwehr in ganz Deutschland funktioniert nur, weil sich Menschen ehrenamtlich engagieren."

„Vereine sind in dieser Hinsicht sehr wichtig, insbesondere für Jugendliche. Viele leisten eine wertvolle präventive Arbeit für die junge Generation“, sagt Lena Schradi von DCG Waldhausen. Sie ist dort mitverantwortlich für die Jugendgruppe. Einmal pro Woche treffen sich rund 50 Teenager unter 18 Jahren. Gemeinsame Unternehmungen wie Kartfahren, Volleyball, Schwimmen, aber auch handwerkliche Tätigkeiten stehen auf dem Programm. „Manchmal beteiligen wir uns zum Beispiel an den Instandhaltungsarbeiten auf dem Vereinsgelände. Anschließend grillen wir dann zusammen“, erzählt sie. „Und die jährliche Teilnahme an der Kreisputzete mit dieser Truppe ist mittlerweile Tradition.“ 

Präventive Arbeit im Verein: Lena Schradi ist in der Jugendarbeit tätig

Doch was motiviert die Ehrenamtlichen eigentlich, sich unentgeltlich in ihrer Freizeit für andere und das Gemeinwohl einzusetzen?

„Ich habe damals angefangen, weil es mir Spaß gemacht hat“, erzählt Syver Berge. „Heute bin ich dabei, weil unsere Ortschaft Freiwillige braucht. „Mir ist es wichtig, dadurch einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen."  Er betont: „Es macht mir viel Freude, mit den Frauen und Männern hier im Ort den Feuerwehrdienst zu leisten.“

Als Antrieb für sein Engagement nennt Peter Hahne die Möglichkeit, aktiv zu der Entwicklung und Förderung des kulturellen, sportlichen und wirtschaftlichen Lebens seiner Stadt beizutragen. Aber nicht zuletzt: „Mir macht es große Freude. Damit habe ich die Möglichkeit, die anderen ehrenamtlichen Bürger von meiner Seite mit zu unterstützen. Ich erinnere mich sehr gern an die Laternenfeste in Meyenfeld in meiner Kindheit. Das war immer ein tolles Ereignis. Wenn ich heute an anderer Stelle etwas zurückgeben kann, freue ich mich darüber.“ 

„Ein positives Erlebnis hat man nicht nur, wenn für einen selbst etwas gemacht wird“, ist auch Lena Schradi überzeugt. „Im Gegenteil. Mir liegt bei unserer Vereinsarbeit besonders am Herzen, den Jugendlichen zu vermitteln, dass es Spaß macht und ausfüllend ist, sich für andere einzusetzen. Das ist ja auch das, was ich dabei selbst erlebe!“